Psychodrama fördert die Befreiung der Persönlichkeit
Psychodrama ist handlungsorientiert
Probleme werden durch Skulpturen und Symbole verbildlicht
Psychodrama gehört zu den Verfahren der humanistischen Psychotherapie
Das Psychodrama ist eine Aktionsmethode. Das heißt, es werden innere Bilder mit Hilfe von Symbolen oder Skulpturen nach Außen hin dargestellt und entsprechend bearbeitet oder angeschaut. Dabei kann es sich um Ängste, Konflikte, Träume oder um verschiedene Gefühle handeln. Ebenso können Konflikte mit anderen Menschen thematisiert werden, was wiederum hilft, Rollenfixierungen zu lösen und das Handlungsrepertoire zu erweitern.
Psychodrama ist ziel- und lösungsorientiert. Es hilft, neue Verhaltensweisen einzuüben, Gefühlskompetenzen zu entwickeln und destruktive Rollenmuster umzuwandeln. Auch systemische Zusammenhängewerden verdeutlicht und berücksichtigt. Spontaneität, Kreativität und vertiefte Begegnungen mit sich selbst und der Umwelt werden gefördert. Es gilt das Prinzip der schöpferischen Spontaneität -das Prinzip des Hier und Jetzt!
Die Grundannahme lautet, dass jeder Mensch grundsätzlich gesund ist, wobei Anteile der Persönlichkeit blockiert bzw. abgespalten oder einfach brachliegen können. Hier setzt das Psychodrama an, indem mit Hilfe von Skulpturen oder Rollenspielen die verschiedenen Anteile bearbeitet oder angeschaut werden. In einer sicheren Umgebung kann der Protagonist (der Hauptdarsteller) die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten ausprobieren und einüben.
Der Begründer dieser Therapiemethode ist Jakob Lewin Moreno. Er entwickelte das Psychodramaaus Liebe zu den Menschenund aus Freude am Spiel! Er glaubte an die unerschöpflichen Reichtümer, die jedem Menschen innewohnen. Moreno konzipierte diese Methode als Einzel- und Gruppentherapie.
Das Wort "Psychodrama" stammt aus dem Griechischen und setzt sich auis den beiden Silben "Psycho" und "Drama" zusammen. Psycho bedeutet übersetzt "Das Innenleben" und Drama, "Die Handlung".